Fortbildung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Am 22. Februar findet die Informationsveranstaltungen zum Thema  KULTURSCHOCK DEUTSCHLAND statt. Es ist nur eine von mehreren Veranstaltungen die im Laufe des Jahres geplant sind. Näheres entnehmen Sie bitte dem Flyer, den sie mit dem folgenden Link herunterladen können.

 

201701 Flyer Ehrenamtsschulung
201701 Flyer Ehrenamtsschulung
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Sozialkaufhaus Warenkorb St. Christophorus benötigt Spenden

Da viele unserer neuen Mitbürger ihre benötigten Artikel über den Warenkorb beziehen, möchten wir den Aufruf des Sozialkaufhauses aus der Presse gerne weiterleiten.

Der Warenkorb sucht dringend Hausrat und Möbel sowie Fahrräder. Als Beispiele werden angegeben: Umstandsmode, Babybetten, Kinderwägen, Säuglingsausstattung. Bitte keine Elektrogeräte, da diese nicht ohne Sicherheitsprüfung abgegeben werden dürfen.

Die Spenden können direkt im Sozialkaufhaus in der Friedrich-Ebert-Straße 2b abgegeben werden.

Öffnungszeiten:

Montag, Mittwoch, Donnerstag: 10 – 13 Uhr und 14 – 17 Uhr

Dienstag: 10 – 13 Uhr und 14 – 16 Uhr

Freitag: 10 – 15 Uhr

Kontakt:

Tel.: 06232 294065

 

Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr

Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer,

 

das Jahr 2016 geht allmählich zu Ende. Wenn es jetzt um uns herum etwas ruhiger wird und wir uns an die Ereignisse dieses Jahres erinnern, so tun wir dies mit gemischten Gefühlen.

Das Jahr 2015 stand noch unter dem Zeichen des Zuzugs einer großen Anzahl von schutzsuchenden Menschen. Dagegen war 2016 von der Bewältigung mehrerer Anschläge in Frankreich, Belgien und Deutschland, zuletzt vor einigen Tagen in Berlin, sowie von dem anhaltenden Krieg in Syrien geprägt. Die Folge davon war eine bis heute andauernde Debatte darüber, wie man mit Asylsuchenden in Deutschland zukünftig umgehen sollte. Leider geht es dabei aber immer öfter nur noch darum, den Flüchtlingen den Weg nach Europa zu versperren, ohne dass an den Fluchtursachen gearbeitet wird.

 

Die Besonderheit der Flüchtlingsdebatte besteht darin, dass diese nicht nur auf der politischen, sondern – mit gleicher Vehemenz – auch auf der gesellschaftlichen Ebene geführt wird. Es gibt kaum noch jemanden, der nicht eine unumstößliche Meinung zu diesem Thema hätte. Und hier besteht die Gefahr: Es findet eine zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft statt. Leute, die an Humanität und Toleranz appellieren, werden verächtlich als „Gutmenschen“ bezeichnet. Einige gehen sogar so weit, sie als „Wohlstandsgefährder“ bzw. „utopische Spinner einer offenen Werte- und Weltgesellschaft“ zu bezeichnen. Andererseits wird jede kritische Bemerkung über Flüchtlinge gleich als rassistisch und rechtsradikal gedeutet. Die Stimmung auf beiden Seiten ist angespannt.

 

Auch wenn der „Kampf der Meinungen“ unvermindert anhält, so dürfen wir die Schutzsuchenden nicht sich selbst überlassen. Die abstrakt geführte Diskussion verliert schnell an Bedeutung, wenn wir täglich mit diesen Menschen zu tun haben, „wenn die Flüchtlinge ein Gesicht bekommen“. Wir erkennen, dass wir es mit -häufig traumatisierten- Menschen zu tun haben, welche sich in einem für sie fremden Land, in einer fremden Kultur zurechtfinden müssen.

 

Ein lokal tätiger Flüchtlingsverein beschäftigt sich nicht mit der großen Politik. Dafür ist zu viel zu tun. Es wird Hilfe benötigt. Es gibt Probleme und Lösungen, die zueinander finden müssen. Da wären ideologisch verbrämte Debatten kontraproduktiv und sinnlos. Sie nützen keinem, ja, sie schaden vielleicht sogar. Jedenfalls freuen wir uns darüber, dass unsere Arbeit zunehmend strukturierter wird und unsere Hilfe bei den Flüchtlingen ankommt, die sie benötigen. Es sind die vielen Helfer, die tagtäglich Integrationsarbeit leisten. Sie sind es, die Opfer bringen, selbst dort, wo der Staat nicht helfen kann oder nicht helfen will.

Wenn nach getaner Arbeit noch Zeit bleibt, dann schütteln wir natürlich auch den Kopf, über das mangelnde Interesse der Politik an den Fluchtursachen, über die fragwürdige Unterstützung Ankaras bei der Abschottung Europas und darüber, dass gemäßigte politische Parteien in vielen westlichen Ländern immer öfter die menschenverachtende Rhetorik der fremdenfeindlichen Hassredner übernehmen. Die so viel beschworenen europäischen Werte, existieren sie nur noch auf dem Papier?

 

Wie gesagt, es bringt nicht viel, sich über die Weltpolitik aufzuregen. Wir werden unsere Kräfte auch im kommenden Jahr sinnvoller einsetzen, nämlich dort, wo sie den Menschen zugutekommt, die unsere Hilfe benötigen.

 

Ihnen allen friedliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr

 

Ihr Vorstand vom Arbeitskreis Asyl Speyer e.V.

Wohnraum und Paten gesucht.

Wir suchen für eine junge Familie (2jähriger Sohn, Baby 3 Wochen alt) eine Wohnung sowie begleitende HelferIn.

Das Treffen der Paten/Begleiter findet nächsten Donnerstag (24.11.) um 19 Uhr in der Schwartzschen Brauerei statt. Hier bietet sich die Gelegenheit zum Kennenlernen und Austausch von Infos.

Über jegliches Interesse und auch Fragen freuen wir uns. Gerne können Sie auch Kontakt zur Koordinatorin der Stadtverwaltung johanna.schliesser@stadt-speyer.de aufnehmen.