Mehr Mut zum Wesentlichen

Und schwupp ist das Jahr wieder vorüber. Das Resümee vom letzten Jahr könnte man einfach wiederholen. Leider. Hinzugekommen ist, dass der Klimawandel und damit verbundene Fluchtbewegungen stärker in den Fokus gerückt sind. Aber bewirkt das etwas? Das Festhalten am Status Quo und Ausblenden künftiger Risiken blockieren vorausschauendes Handeln. Wenn überhaupt, werden Veränderungen nur zaghaft angegangen. Um wie viel sinkt denn der eigene Lebensstandard, wenn diese oder jene Bequemlichkeit oder Gewohnheit aufgegeben wird? Vielleicht steigt ja die Lebensqualität dadurch. Manches merkt man erst, wenn man sich darauf einlässt.

Werte Helfende, in diesem Sinne wünsche ich uns allen mehr Mut zum Wesentlichen. Dazu noch Gesundheit und die Kraft, das Notwendige zu tun sowie Familie und gute FreundInnen, die einem zur Seite stehen und auch durch schwierige Zeiten tragen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und für Ihre Zugewandtheit. Und bleiben Sie uns und unserem Anliegen bitte auch im neuen Jahr gewogen.

Ich lasse Sie nun mit einem Bild allein. Ein Sehnsuchtsbild, gemalt von einem jungen geflüchteten Mann, der in Griechenland in Abschiebehaft sitzt. Einer von vielen. Sie werden die „Lost Boys“ genannt. Ich habe es bei der Bilderausstellung „Refugee Art – Zwischen Hoffnung und zerstörten Träumen“, die bis 30. November in der Gedächtniskirche in Speyer war, gekauft. Der Verkaufserlös kommt diesem jungen Mann zu Gute (mehr Infos unter lovewithoutborders4refugees.com).

Ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr, wünscht Ihnen

der Vorstand des Arbeitskreises Asyl Speyer e.V.