Der Hungerstreik als radikalstes Mittel

Protestmarsch der Bewegung „Coloured Rain“ durch Speyer für eine humane und konsequente Asylpolitik

Mit dem Hashtag #LeaveNoOneBehind sind Clara Reis (18) und Lovisa Matros (17) aus der Aktivistengruppe „Coloured Rain“ in einen radikalen Hungerstreik getreten. Die beiden Studentinnen aus Landau wollen mit ihrer Protestaktion die Aufmerksamkeit auf die menschenunwürdigen und katastrophalen Zustände in den griechischen Flüchtlingslagern auf Lesbos lenken. In dem drastischen Hungerstreik sieht die Gruppe die Möglichkeit, die Politik zum Handeln zu zwingen. Sie fordern u.a. die sofortige Evakuierung des Flüchtlingslagers Moria und ein dauerhaftes Landesaufnahmeprogramm für die Geflüchteten.  

Aktion vor dem Dom in Speyer
Aktion vor dem Dom in Speyer – © André Wachholz

Der Hungerstreik der Bewegung startete am 29. April in Landau und führte anschließend zu einem Protestmarsch nach Speyer. Am Speyrer Dom sammelten die Aktivisten und Aktivistinnen Unterschriften und berichteten über ihre Forderungen und Ziele. Die Unterschriften wurden in einem Briefumschlag gesammelt, welcher symbolisch für alle Bemühungen einer humanitären Flüchtlingspolitik steht.

Coloured Rain zieht Neugierige an – © André Wachholz

Der Brief fand seinen Weg in einem Protestmarsch über Frankenthal, Worms und Oppenheim nach Mainz und wurde an die rheinland-pfälzische Landesregierung übergeben.

Diskussion mit Passanten – © André Wachholz

Weitere Aktionen der Bewegung „Coloured Rain“:

Am 10-12. Juli wird in Berlin ein Protestwochenende der Gruppe unter dem Motto „Solidarität kennt keine Sommerpause“ stattfinden, bei dem für verschiedene Aktionen gegen die menschenunwürdigen Zustände in den griechischen Flüchtlingslagern und für eine humane und konsequente Asylpolitik protestiert wird.

Die Forderungen und weitere Informationen der Gruppe findet ihr in den sozialen Medien auf: https://www.instagram.com/cxlxured_rain/

Symbolischer Brief an die Landesregierung in Mainz – © André Wachholz